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wiki:ausbildung:fachrichtung:lbs:qr-unterricht

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wiki:ausbildung:fachrichtung:lbs:qr-unterricht [2023/03/01 15:01] – [QB 2 Kognitive Aktivierung] Staubitz Adminwiki:ausbildung:fachrichtung:lbs:qr-unterricht [2026/05/04 14:36] (aktuell) – [Qualitätsrahmen Unterricht Sonderpädagogik - Sehen] Romina Rauner
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-====== Qualitätsrahmen Unterricht - Lernen bei Blindheit und Sehbehinderung ======+====== Qualitätsrahmen Unterricht Sonderpädagogik Sehen ======
  
-**Stand: 23.01.2023**\\+**Stand: 2026-01-26**\\
  
-Im Folgenden finden Sie den Qualitätsrahmen Unterricht in verschiedenen Versionen:+Unter folgendem Link finden Sie den neuen, im Auftrag des Kultusministeriums landesweit abgestimmten Qualitätsrahmen Unterricht Sonderpädagogik sowie die dazugehörige App[[https://qus-bw.de]]. Der Qualitätsrahmen unterstützt Lehrkräfte dabei, Unterricht theorie- und kriteriengeleitet zu reflektieren. Bisher noch nicht fertiggestellte Texte sowie Erklärvideos und Begleitmaterialien werden kontinuierlich ergänzt.
  
-  * {{ :wiki:ausbildung:fachrichtung:lbs:20230125_qru_lbs_kriterien.pdf |Qualitätsrahmen mit Qualitätskriterien (PDF)}} +Die im Folgenden aufgeführten Qualitätsrahmen Unterricht sind weiterhin Grundlage  für die Ausbildung in Kurs 2025 sowie die aktuell bereits laufenden Fortbildungsmaßnahmen (HOLA, Grundlagen der Sonderpädagogik, ALT): 
-  * {{ :wiki:ausbildung:fachrichtung:lbs:20230125_qru_lbs_indikatoren.pdf |Qualitätsrahmen mit Qualitätskriterien und Indikatoren (PDF)}}+ 
 +  * {{ :wiki:ausbildung:fachrichtung:lbs:20231106_qru_lbs_kriterien.pdf |Qualitätsrahmen mit Qualitätskriterien (PDF)}} 
 +  * {{ :wiki:ausbildung:fachrichtung:lbs:20231106_qru_lbs_indikatoren.pdf |Qualitätsrahmen mit Qualitätskriterien und Indikatoren (PDF)}}
   * {{ :wiki:ausbildung:fachrichtung:lbs:qru_protokollvorlage_lbs2023.docx |Qualitätsrahmen als Protokollvorlage (WORD)}}   * {{ :wiki:ausbildung:fachrichtung:lbs:qru_protokollvorlage_lbs2023.docx |Qualitätsrahmen als Protokollvorlage (WORD)}}
- 
-===== Leitgedanken ===== 
- 
-Übergeordnete Zielsetzung ist es, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einem Anspruch 
-auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot auf der Basis ihrer Lernausgangslagen durch 
-individuelle Bildungsangebote zu ermöglichen, ihre Aktivitätspotenziale zu entfalten und ihre Teilhabe 
-zu erweitern.\\ 
-Zur Realisierung dieser Zielsetzung dienen die im Folgenden dargestellten Qualitätsbereiche. Sie bilden 
-den Referenzrahmen für die Planung, Durchführung und Reflexion von Lehr-Lernsituationen. Erst im 
-Zusammenspiel entwickeln die Qualitätsbereiche ihre Wirksamkeit. Den Qualitätsbereichen sind 
-Qualitätskriterien, den Qualitätskriterien wiederum beobachtbare Indikatoren zugeordnet. 
-Die Qualitätskriterien und -indikatoren erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und können je 
-nach Lerngruppe und Zielsetzung des Unterrichts unterschiedlich gewichtet werden. 
- 
-===== Qualitätsbereiche für Lehr-Lernsituationen===== 
-**QB1** Beziehungsgestaltung\\ 
-**QB2** Kognitive Aktivierung\\ 
-**QB3** Konstruktive Unterstützung\\ 
-**QB4** Strukturierte Klassenführung\\ 
-**QB5** Förderschwerpunktspezifische Qualitäten\\ 
- 
----- 
-===== QB 1 Beziehungsgestaltung ===== 
- 
- ++++1.1 Die Lehrkraft begegnet den Schüler:innen empathisch, respektvoll und wertschätzend.| 
-**Indikatoren**\\ 
- 
-  * Die Lehrkraft behandelt alle Schüler:innen freundlich. 
-  * Die Lehrkraft zeigt echtes Interesse für die Perspektiven und Meinungen der Schüler:innen. 
-  * Die Lehrkraft nimmt die Gefühle und Probleme der Schüler:innen ernst. 
-  * Die Lehrkraft zeigt angemessen Mitgefühl. 
- ++++ 
-  
- ++++1.2 Die Lehrkraft zeigt Herzlichkeit und Wärme.| 
-**Indikatoren**\\ 
- 
-  * Die Lehrkraft teilt die Freude von Schüler:innen. 
-  * Die Lehrkraft spendet Trost, der von den Schüler:innen angenommen werden kann. 
-  * Die Lehrkraft vermittelt den Schüler:innen über (non-) verbale Ausdrucksformen das Gefühl des Angenommenseins. 
- ++++ 
- 
- 
- ++++1.3 Die Lehrkraft wahrt eine Balance zwischen Nähe und Distanz.| 
-**Indikatoren**\\ 
- 
-  * Die Lehrkraft achtet die Grenzen der Schüler:innen. 
-  * Die Lehrkraft setzt (situations- und alters-)angemessen Grenzen in Bezug auf Körperkontakt und Kommunikation. 
-  * Die Lehrkraft lässt eine angemessene Form von Nähe zu. 
-  * Die Lehrkraft macht angemessene Angebote, die Nähe ermöglichen. 
- ++++ 
- 
- ++++1.4 Die Lehrkraft achtet auf die Befriedigung von Grundbedürfnissen.| 
-**Indikatoren**\\ 
- 
-  * Die Lehrkraft sichert beständige Beziehungen. 
-  * Die Lehrkraft bietet den Schüler:innen (wenn nötig) einen Rückzugsraum. 
-  * Die Lehrkraft achtet den Pausen-, Ruhe- und Schlafbedarf der Schüler:innen. 
-  * Die Lehrkraft bietet den Schüler:innen Sicherheit und Verlässlichkeit. 
-  * Die Lehrkraft ermöglicht es den Schüler:innen, im Bedarfsfall zu essen und zu trinken. 
-  * Die Lehrkraft bietet den Schüler:innen die Möglichkeit zum Toilettengang. 
-  * Die Lehrkraft sichert erforderliche Angebote zur Pflege. 
-  * Die Lehrkraft nimmt Rücksicht auf den Gesundheitszustand der Schüler:innen. 
- 
-**Theoriebezüge:** [[https://wsd-bw.de/doku.php?id=wsd:verhalten:theorien_verhalten:beduerfnisse&s[]=maslow|Maslow]], [[https://wsd-bw.de/doku.php?id=wsd:verhalten:theorien_verhalten:traumapaedagogik&s[]=traumap%C3%A4dagogik|Traumapädagogik]]  
-++++ 
- 
- ++++1.5 Die Lehrkraft hält die Beziehung zu den Schüler:innen auch in herausfordernden Situationen 
-aufrecht.| 
-**Indikatoren**\\ 
- 
-  * Die Lehrkraft bleibt auch in herausfordernden Situationen wertschätzend. 
-  * Die Lehrkraft achtet darauf, die Schüler:innen nicht zu beschämen. 
-  * Die Lehrkraft ermöglicht den Schüler:innen bewusst, ihre gemachten Erfahrungen durch relativierende, korrigierende oder verändernde Gegenerfahrungen zu ergänzen oder zu kontrastieren. 
-  * Die Lehrkraft zeigt Verständnis. 
-  * Die Lehrkraft zieht sich im Sinne einer Deeskalation situativ zurück. 
- 
-**Theoriebezüge:** [[https://wsd-bw.de/doku.php?id=wsd:didaktisierung:beziehungspaedagogik&s[]=beziehungsp%C3%A4dagogik|Beziehungspädagogik]]  
- ++++ 
- 
- ++++1.6 Die Lehrkraft ermöglicht ein positives Klassenklima.| 
-**Indikatoren**\\ 
- 
-  * Die Lehrkraft ermöglicht den Schüler:innen ein gelingendes Miteinander. 
-  * Die Schüler:innen hören einander zu und lassen sich gegenseitig ausreden. 
-  * Die Lehrkraft und Schüler:innen gehen geduldig miteinander um. 
-  * Die Schüler:innen helfen und unterstützen sich gegenseitig. 
-  * Die Schüler:innen stellen einander bei Fehlern nicht bloß. 
-  * Das Klassenklima ist durch Zusammenhalt geprägt. 
-  * Die Schüler:innen sprechen in einem respektvollen und höflichen Ton mit der Lehrkraft. 
-  * Die Schüler:innen hören der Lehrkraft zu und lassen sie ausreden. 
- 
- ++++ 
- 
- 
- ++++1.7 Die Lehrkraft arbeitet dialogisch und kooperativ mit den am Unterricht beteiligten Personen 
-zusammen.| 
-**Indikatoren**\\ 
- 
-  * Die Lehrkraft arbeitet wertschätzend mit den am Unterricht beteiligten Personen zusammen. 
-  * Die am Unterricht beteiligten Personen agieren in ihrem gemeinsam abgestimmten Verantwortungs- und Zuständigkeitsbereich rollenadäquat. 
-  * Die am Unterricht beteiligten Personen stimmen situativ Aufgaben ab. 
- 
-**Verweise:** [[https://sopaedseminar-fr.de/verwaltung/lib/exe/fetch.php?media=wiki:ausbildung:fachrichtung:uebergreifend:qr_kooperative_prozesse_gestalten_2022-01-01.pdf|Qualitätsrahmen: Kooperative Prozesse subsidiär gestalten]] 
- 
- ++++ 
----- 
-===== QB 2 Kognitive Aktivierung ===== 
- 
-++++ 2.1. Die Lehrkraft berücksichtigt die individuellen Lernausgangslagen der Schüler:innen.| 
-**Indikatoren**\\   
-  * Die Lehrkraft berücksichtigt behinderungsspezifische Voraussetzungen der Schüler:innen, z.B. kognitive, sprachliche, motorische, sozial-emotionale ... 
-  * Die Lehrkraft knüpft an die Lebenswelt der Schüler:innen an.  
-  * Die Lehrkraft bezieht die Interessen der Schüler:innen mit ein. 
-  * Die Lehrkraft schafft gemeinsame Erfahrungs- und Aneignungsräume. 
-  * Die Schüler:innen bringen Vorwissen, Vorerfahrungen und Vorstellungen zu einem Thema ein. 
- 
-++++ 
- 
-++++ 2.2. Die Lehrkraft fokussiert den Unterricht unter Berücksichtigung fachwissenschaftlicher und 
-fachdidaktischer Aspekte auf die zentralen Inhalte und Ziele.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft arbeitet die zentralen Aspekte eines Themas heraus und setzt diese in eine sachlogische Reihenfolge. 
-  * Die Lehrkraft gestaltet Bildungsangebote auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse bezüglich deren Wirksamkeit. 
-  * Die Lehrkraft sorgt für einen zielgerichteten Einsatz von Methoden, Sozialformen und (digitalen) Medien. 
-  * Die Lehrkraft adaptiert Inhalte situativ flexibel. 
-  * Die Lehrkraft gestaltet die Lernzeit effektiv und effizient. 
-  * Die Lehrkraft achtet auf eine schüler:innenorientierte und inhaltsbezogene Abfolge, Länge und Gestaltung der Unterrichtsphasen. 
-  * Die Lehrkraft sorgt für Transparenz im Hinblick auf die Begründung des Lerngegenstands, die Ziele, die Inhalte und den Ablauf. 
- 
-++++ 
- 
-++++ 2.3. Die Lehrkraft ermöglicht den Schüler:innen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den zentralen 
-Inhalten.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft wählt Inhalte, Aufgabenformate, Medien und Methoden, die die Schüler:innen zum Nachdenken anregen. 
-  * Die Lehrkraft stellt Fragen so, dass diese zu einer vertieften Auseinandersetzung anregen. 
-  * Die Schüler:innen erläutern eigene Lösungswege. 
-  * Die Schüler:innen erklären, beschreiben, begründen ihre Antworten. 
-  * Die Schüler:innen erläutern, wie etwas Neues mit dem Bekannten zusammenhängt. 
-  * Die Schüler:innen wenden bisher Gelerntes in neuen Zusammenhängen an. 
-  * Die Lehrkraft bietet passende Aneignungsmöglichkeiten an. 
- 
-++++ 
- 
-++++ 2.4. Die Lehrkraft sichert wesentliche (Teil-)Ergebnisse, die für das Weiterlernen hilfreich sind.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Schüler:innen fassen (Teil-) Ergebnisse mit Blick auf das Lernziel zusammen. 
-  * Die Lehrkraft nutzt geeignete Medien, um (Teil-) Ergebnisse festzuhalten. 
-  * Die Lehrkraft ermöglicht den Schüler:innen das Wiederholen, Üben und Festigen von Lerninhalten. 
- 
-++++ 
- 
-++++ 2.5. Die Lehrkraft ermöglicht den Schüler:innen, sich engagiert am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft weckt bei den Schüler:innen Interesse, Motivation und Freude am Unterricht. 
-  * Die Schüler:innen beteiligen sich aufmerksam und aktiv am Unterricht. 
-  * Die Schüler:innen stellen Fragen, wenn ihnen etwas unklar ist. 
- 
-++++ 
----- 
-===== QB 3 Konstruktive Unterstützung ===== 
-++++3.1 Die Lehrkraft unterstützt die Schüler:innen individuell in ihrem Lernprozess.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft beobachtet die Schüler:innen gezielt in ihrem Lernprozess. 
-  * Die Lehrkraft individualisiert und differenziert (z.B. bzgl. der Aneignungsmöglichkeiten, des Schwierigkeitsgrades, der Methoden, der Hilfsmittel ...) entsprechend der individuellen Lernausgangslagen und Ziele der Schüler:innen. 
-  * Die Lehrkraft nimmt sich gezielt Zeit für einzelne Schüler:innen. 
-  * Die Lehrkraft adaptiert ihren Unterricht situativ. 
- 
-++++ 
- 
-++++3.2 Die Lehrkraft verwendet eine professionelle Lehrer:innensprache.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft passt ihre Äußerungskomplexität an die Lernausgangslagen der Schüler:innen an, v.a. hinsichtlich des Wortschatzes und der Grammatik. 
-  * Die Lehrkraft drückt sich sprachlich deutlich und korrekt aus. 
-  * Die Lehrkraft variiert die Lehrer:innensprache situativ angemessen. 
-  * Die Lehrkraft setzt Visualisierung unterstützend ein, z.B. durch Gegenstände, Bilder, Schrift, lautsprachunterstützende Gebärden. 
-  * Die Lehrkraft setzt handlungsbegleitendes Sprechen ein. 
-  * Die Lehrkraft hält Blickkontakt und stellt damit einen persönlichen Bezug zu den Schüler:innen her, sichert deren Aufmerksamkeit, signalisiert aktives Zuhören. 
-  * Die Lehrkraft setzt Mimik und Gestik unterstützend ein. 
- 
-++++ 
- 
-++++3.3 Die Lehrkraft unterstützt das Sprach- und Textverständnis der Schüler:innen.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft nutzt Formen der Visualisierung, z.B. durch Gegenstände, Bilder, Piktogramme, Schrift. 
-  * Die Lehrkraft wiederholt und modelliert Schüler:innenäußerungen gezielt, z.B. durch korrektives Feedback. 
-  * Die Lehrkraft stellt gezielt Nachfragen. 
-  * Die Lehrkraft übt gezieltes Nachfragen mit den Schüler:innen ein und verstärkt dieses positiv. 
-  * Die Lehrkraft strukturiert ihre sprachlichen Äußerungen klar, z.B. gliedert sie Arbeitsaufträge in Teilschritte, setzt bei Lehrer:innenvorträgen gezielt Pausen ein. 
-  * Die Lehrkraft wendet Lese-Leicht-Kriterien zur Vereinfachung von Lesetexten an. 
- 
-++++ 
- 
-++++3.4 Die Lehrkraft gibt den Schüler:innen Feedback, das zum Weiterlernen hilfreich ist.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft macht frühzeitig transparent, zu welchen Aspekten im weiteren Verlauf ein Feedback gegeben werden soll. 
-  * Die Lehrkraft informiert Lernende kontinuierlich während des Lernprozesses über ihren aktuellen Lernstand sowie ihre individuelle Lernentwicklung. 
-  * Die Rückmeldungen der Lehrkraft helfen den Schüler:innen, ihre Fehler zu erkennen und ihr weiteres Vorgehen zu verbessern. 
-  * Die Lehrkraft weist die Schüler:innen angemessen auf Lernerfolge wie auch auf Verständnisschwierigkeiten oder Wissenslücken hin. 
-  * Die Lehrkraft vermittelt Strategien, die die Schüler:innen bei der Bearbeitung künftiger Aufgaben einsetzen können. 
- 
-++++ 
- 
-++++3.5 Die Lehrkraft bietet Möglichkeiten zur Reflexion.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft macht frühzeitig Kriterien für die spätere Reflexion transparent. 
-  * Die Lehrkraft bietet Schüler:innen die Möglichkeit, kriteriengeleitet zu reflektieren. 
-  * Die Lehrkraft ermöglicht den Schüler:innen, die Reflexionsergebnisse für ihr weiteres Lernen zu nutzen. 
- 
-++++ 
- 
----- 
-===== QB 4 Strukturierte Klassenführung ===== 
-++++4.1 Die Lehrkraft hat einen guten Überblick über das Geschehen im Unterricht.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft hat alle Schüler:innen im Blick. 
-  * Die Lehrkraft zeigt Präsenz, z.B. durch Blicke, Gesten, Positionierung im Klassenraum. 
- 
-++++ 
- 
-++++4.2 Die Lehrkraft gestaltet ihre Rolle situationsangemessen und eindeutig aus.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft agiert als verantwortlich unterrichtsleitende Person. 
-  * Die Lehrkraft trifft bei Bedarf notwendige Entscheidungen in erzieherischer und didaktischer Hinsicht. 
-  * Die Lehrkraft schafft Unterrichtsphasen, in denen sie sich bewusst zurücknimmt. 
-  * Die Lehrkraft schafft für die Schüler:innen Formen der Beteiligung. 
-++++ 
- 
-++++4.3 Die Lehrkraft sorgt für eine vorbereitete Lernumgebung.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft schafft eine reizarme Lernumgebung. 
-  * Die Lehrkraft achtet auf sinnvolle Positionierungen der Schüler:innen, z.B. über die Sitzordnung. 
-  * Die Lehrkraft gestaltet Wege im Klassenraum möglichst störungsarm. 
-  * Die Lehrkraft nutzt feste Plätze für Arbeitsmaterialien. 
-  * Die Lehrkraft schafft für die gewählten Sozialformen ausreichend Platz. 
-  * Die Lehrkraft gestaltet Arbeitsplätze übersichtlich und lernförderlich. 
-  * Die Lehrkraft unterstützt die Schüler:innen, ihre Lernumgebung selbständig zu nutzen und zu gestalten.  
-  * Benötigtes Material und notwendige Hilfsmittel sind einsatzbereit. 
-++++ 
- 
-++++4.4 Die Lehrkraft bezieht unterstützende Rituale mit ein.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Schüler:innen kennen Abläufe im Unterricht. 
-  * Die Schüler:innen zeigen Sicherheit in ritualisierten Handlungsabläufen. 
-  * Die Schüler:innen bewältigen Anforderungen durch deren Ritualisierung selbstorganisiert. 
-++++ 
- 
-++++4.5 Die Lehrkraft zeigt präventive und intervenierende Maßnahmen im Umgang mit 
-Unterrichtsstörungen und Konflikten.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft verschafft sich Kenntnis von aktuellen Ereignissen und emotionalen Zuständen der Schüler:innen. 
-  * Die Lehrkraft reduziert das Störungs- und Konfliktpotential z.B. durch die Wahl der Sozialform, der Sitzordnung, der Methoden, den am Unterricht beteiligten Personen. 
-  * Die Lehrkraft reagiert frühzeitig auf sich entwickelnde Unterrichtsstörungen und Konflikte. 
-  * Die Lehrkraft nutzt Regeln und Rituale alters-, situationsangemessen und zielgerichtet. 
-  * Die Lehrkraft gestaltet individuelle Maßnahmen zur Verhaltensmodellierung auf Basis des Verstehenden Ansatzes. 
-  * Die Lehrkraft verfügt über ein vielfältiges Verhaltensrepertoire zur Reaktion auf Störungen. 
-  * Die Lehrkraft leitet nachvollziehbare und klare Konsequenzen ab. 
-  * Die Lehrkraft hält in herausfordernden Situationen eine wertschätzende Haltung gegenüber den Schüler:innen aufrecht. 
-++++ 
- 
- 
- 
- 
- 
-++++4.6 Die Lehrkraft sorgt für einen zielgerichteten Einsatz der am Unterricht beteiligten Personen.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft sorgt dafür, dass die am Unterricht beteiligten Personen die Schüler:innen in Abhängigkeit von deren Lernvoraussetzungen und situativen Bedürfnissen unterstützen. 
-  * Die Lehrkraft setzt die am Unterricht beteiligten Personen zielorientiert ein. 
-  * Die Lehrkraft berücksichtigt beim Einsatz fachliche Qualitäten der am Unterricht beteiligten Personen. 
-  * Die Lehrkraft klärt mit den am Unterricht beteiligten Personen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten situativ. 
-  * Die Lehrkraft leitet die am Unterricht beteiligten Personen in Bezug auf deren Aufgaben an. 
-++++ 
----- 
- 
-===== QB 5 Förderschwerpunktspezifische Qualitäten ===== 
- 
-++++5.1. Die Lehrkraft gestaltet die Lernumgebung unter förderschwerpunktspezifischen Gesichtspunkten. | 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft leuchtet Klassenraum optimal und blendfrei aus  
-  * Die Lehrkraft reagiert frühzeitig auf Sehanstrengung und Sehermüdung ihrer Schüler:innen. 
-  * Die Lehrkraft gestaltet Arbeitsplätze übersichtlich und konstant angeordnet und berücksichtigt hierbei individuelle schüler:innenorientierte Erfordernisse (z. B. höhenverstellbare Tische, optimale Sitzposition, ergonomische und übersichtliche Anordnung von Arbeits- und Hilfsmitteln, individuelle Ordnungssysteme, rutschfeste Unterlagen; Materialschälchen für Lernmaterialien usw.). 
-  * Die Lehrkraft markiert und beschriftet die den Schüler:innen zugeordneten Bereiche klar (z. B. Garderobe, Stuhl, Ablagefächer). 
-  * Die Lehrkraft sichert die Beschriftung aller Räume und deren markanten Punkte in Schwarz- sowie in Brailleschrift und nutzt hierzu ggf. Piktogramme/geeignete Bildauswahl. 
-  * Die Lehrkraft gestaltet die Lernumgebung auch außerhalb des Klassenzimmers übersichtlich und lernförderlich. 
-  * Die Lehrkraft räumt Hindernisse aus dem Weg und schaltet Gefahrenquellen aus. 
-  * Die Lehrkraft setzt taktile Wegmarkierungen und markante Hinweise. 
-  * Die Lehrkraft unterstützt die Schüler:innen bei einer möglichst selbständigen Gestaltung und Nutzung  ihrer Lernumgebung. 
- 
- 
-++++ 
- 
-++++5.2. Die Lehrkraft setzt Medien entsprechend der individuellen Voraussetzungen der Schüler:innen ein. | 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft setzt Medien einzelfallbezogen ein und berücksichtigt hierbei verschiedene Darstellungsebenen und Abstraktionsniveaus. 
-  * Die Lehrkraft bietet den individuellen Voraussetzungen entsprechend angemessene Medien an (z. B. Modelle, Reliefdarstellungen, Filme, Tonaufnahmen, …) 
-  * Die Lehrkraft stellt Lehr-, Lernmaterialien für blinde und (hochgradig) sehbehinderte Schüler:innen ggf. her (bspw. Typhlographien, Schwellkopien) und bringt diese einzelfallbezogen und reflektiert zum Einsatz.   
-  
- 
-++++ 
- 
-++++5.3. Die Lehrkraft nutzt Hilfsmittel zur individuellen Förderung effektiv. | 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft setzt optische, taktile und elektronische Hilfsmittel einzelfallbezogen ein. 
-  * Die Lehrkraft fordert die Nutzung von Hilfsmitteln konsequent ein. 
-  * Die Lehrkraft erprobt und reflektiert den Einsatz von Hilfsmitteln mit den Schüler:innen in den für sie lebensbedeutsamen Kontexten. 
-  * Die Lehrkraft intendiert die zunehmende Verantwortungsübernahme der Schüler:innen im Umgang mit ihren Hilfsmitteln. 
-  * Die Lehrkraft leitet bei technischen Problemen umgehend notwendige Maßnahmen ein. 
-  * Die Lehrkraft bereitet Daten und Dateien so auf, dass sie mit Hilfe blinden- und sehbehindertenspezifischer PC- Hard- und Software (bspw. Braillezeilen und Vergrößerungssoftware) genutzt werden können.  
-  * Die Lehrkraft überprüft die Wahl der Hilfsmittel kontinuierlich. 
-  * Die Lehrkraft übt die Nutzung der individuellen Hilfsmittel mit Schüler:innen ein. 
- 
- 
-++++ 
- 
-++++5.4. Die Lehrkraft macht Angebote zur Wahrnehmungsförderung und Ausdifferenzierung von Seh- und Taststrategien. | 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft bietet den Schüler:innen die Möglichkeit, ihre auditiven, haptischen und/oder visuellen Kompetenzen einzusetzen. 
-  * Die Lehrkraft nutzt lebensbedeutsame Kontexte, um die notwendigen motivationalen Voraussetzungen für Wahrnehmung und Wahrnehmungslernen zu schaffen. 
-  * Die Lehrkraft regt zu vielfältigen auditiven, haptischen und visuellen Erkundungstätigkeiten an. 
-  * Die Lehrkraft ermöglicht den Austausch der Schüler:innen untereinander über ihre gemachten Erfahrungen und Wahrnehmungsempfindungen. 
-  * Die Lehrkraft bietet Hilfen an, neue Wahrnehmungserfahrungen mit bereits bestehenden Konzepten zu verknüpfen bzw. diese zu erweitern und zu differenzieren. 
-  * Die Lehrkraft leitet sie in der individuellen Ausdifferenzierung von Seh- und Taststrategien an und schafft zahlreiche Übungsmöglichkeiten. 
-  * Die Lehrkraft leitet die Schüler:innen an beim systematischen Absuchen (z. B. einer Tabelle , eines Bildes (Scanning)), beim Nutzen von Hilfslinien, beim Verfolgen bewegter Objekte (Tracking) an 
-  * Die Lehrkraft nutzt konsequent taktil wahrnehmbare Markierungselemente zur Wahrnehmungsförderung.  
-  * Die Lehrkraft setzt verschiedene Oberflächenstrukturen zur Ordnung und Wiedererkennung im Klassenzimmer, auf dem Schreibtisch, in den Regalen ein. 
-  * Die Lehrkraft bietet vielfältige Möglichkeiten zum systematischen, gründlichen und schnellen Ertasten von Objekten im Nahbereich. 
-  * Die Lehrkraft bietet den Schüler:innen vielfältige Möglichkeiten der Orientierung auf Oberflächen durch ein flächiges Abtasten mit den Handflächen. 
- 
-  
- 
-++++ 
- 
-++++5.5. Lehrkraft verwendet eine professionelle Lehrer:innensprache. (Förderschwerpunktspezifische Aspekte)| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft setzt Sprache bewusst ein, verwendet bei Bedarf alternative Kommunikationsformen. 
-  * Die Lehrkraft nutzt Sprache gezielt für das Erschließen von Lerninhalten.  
-  * Die Lehrkraft verbalisiert Handlungen, Abläufe, mimische und gestische Anteile der Kommunikation.  
-  * Die Lehrkraft verbalisiert visuelle Unterrichtsereignisse als Sprachvorbild für die Kommunikation der Schüler:innen untereinander.  
-  * Die Lehrkraft achtet wo möglich auf Reduktion des eigenen Sprecher:innenanteils zur auditiven Entlastung. 
- 
- 
-++++ 
- 
-++++5.6. Die Lehrkraft gestaltet kommunikationsfördernde Kontexte und bietet den Schüler:innen Möglichkeiten zum sozialen Lernen. | 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft initiiert Turn-Wechsel zwischen den Schüler:innen (z. B. indem sie im Unterrichtsgespräch Schüler:innenbeiträge weitergibt). 
-  * Die Lehrkraft gibt ausreichend Zeit zum Nachdenken und Formulieren. 
-  * Die Lehrkraft regt Murmelgespräche an. 
-  * Die Lehrkraft bietet ihren Schüler:innen immer wieder die Möglichkeit, in dialogischen Austausch miteinander zu kommen (bspw. im Rahmen kooperativer Arbeitsformen). 
-  * Die Lehrkraft schafft eine wertschätzende kommunikative Umgebung (bspw. Wertschätzung von Redebeiträgen, positive Rückmeldung bei Kommunikationsversuchen). 
- 
- 
-++++ 
- 
-++++5.7. Die Lehrkraft macht förderschwerpunktspezifische Angebote im Bereich Lesen und Schreiben. | 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft adaptiert/gestaltet Material für den Schriftspracherwerb in Schwarz- und/oder Brailleschrift unter Berücksichtigung der individuellen Lernvoraussetzungen auf in Bezug auf Vergrößerung/Schriftart/ Zeilenabstände etc., Leseorgan (bspw. taktile Wahrnehmungs- und Differenzierungsfähigkeit, funktionales Sehen), Lesebewegungen (bspw. beidhändiges Lesen) und Lesegeschwindigkeit. 
-  * Die Lehrkraft ermöglicht individualisierten Schriftkontakt. 
-  * Die Lehrkraft ermöglicht individualisierte Lese- und Schreibhandlungen. 
-  * Die Lehrkraft macht individuelle Bildungsangebote zum Aufbau eines Schriftkonzepts unter Beachtung förderschwerpunktspezifische didaktische Besonderheiten (bspw. Erkennen präliteraler, logographemischer und erster alphabethischer Lesestrategien; Übungen zur phonematischen Bewusstheit mittels Anlautobjekten etc.). 
-  * Die Lehrkraft setzt geeignete Illustrationen/Piktogramme/taktile Bilder und adaptiert diese ggf. zur Unterstützung des Leseverständnisses. 
-  * Die Lehrkraft macht Bildungsangebote zur (Weiter-)Entwicklung des Lese- und Schreibwortschatzes unter Berücksichtigung der Begriffsbildung etc. 
-  * Die Lehrkraft setzt individuell geeignete Medien zum Schreiben und Lesen von Brailleschrift (bspw. Punktschriftmaschine, blinden- und sehbehindertenspezifischer PC- Hard- und Software) ein. 
- 
- 
-++++ 
- 
-++++5.8. Die Lehrkraft macht Angebote im Bereich Orientierung und Mobilität (O+M). | 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft integriert individuelle Bildungsangebote hinsichtlich Orientierung und Mobilität gezielt in den Unterricht/Schulalltag. 
-  * Die Lehrkraft gestaltet individuelle Bildungsangebote im Rahmen von alltagsnahen und lebensbedeutsamen Kontexten. 
-  * Die Lehrkraft gestaltet individuelle Bildungsangebote zur der Förderung der Wahrnehmung, der Begriffsbildung, der Orientierung (auch im Straßenverkehr), der Fortbewegung und des Hilfsmitteleinsatzes.  
-  * Die Lehrkraft gestaltet Bildungsangebote im Kontext Orientierung und Mobilität zur (Weiter-)Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen der Schüler:innen (bspw. Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen, Soziales Lernen). 
- 
- 
-++++ 
- 
-++++5.9. Die Lehrkraft macht Angebote im Bereich Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF). | 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft integriert individuelle Bildungsangebote hinsichtlich LPF gezielt in den Unterricht/Schulalltag. 
-  * Die Lehrkraft gestaltet individuelle Bildungsangebote in jeweils lebensbedeutsamen und alltagsnahen Kontexten an Kompetenzen, Vorerfahrungen, Interessen und Motivation der Schüler:innen. 
-  * Die Lehrkraft bezieht die folgenden didaktische Vermittlungsprinzipien (Vorüberlegungen, Komplexitätsreduktion der Aufgabem, Handlungsorientierung Strukturierung der Lernumgebung, Transfermöglichkeiten von Strategien und Techniken) mit ein. 
-  * Die Lehrkraft vermittelt den adäquaten Umgang mit Hilfsmitteln (ggf. deren Adaption). 
-  * Die Lehrkraft erarbeitet Handlungsabläufe zur Erprobung und Handhabung von Hilfsmitteln gemeinsam mit Schüler:innen. 
-  * Die Lehrkraft macht Bildungsangebote im Kontext von LPF stets im Hinblick auf Aktivität und Teilhabe (bspw. Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit, Soziales Lernen). 
-  * Die Lehrkraft zeigt ein hohes Maß an Geduld und Zeit sowie sensibler Zurückhaltung, um die Selbstinitiative sowie Selbsterfahrung der Schüler:innen zu ermöglichen. (bspw. Lerntempo, Wiederholungen, Variationen). 
-  *  
- 
-++++ 
- 
-++++5.10. Die Lehrkraft macht Angebote zur Förderung der Begriffsbildung.| 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft beachtet bei der Begriffsbildung Aspekte wie Altersgemäßheit, Eindeutigkeit und fachliche Korrektheit. 
-  * Die Lehrkraft verwendet einheitliche Begriffe, auf die sich die Schule verständigt hat (bspw. Benennung markanter Punkte). 
-  * Die Lehrkraft initiiert in Bezug auf die Begriffsbildung entdeckendes Lernen.  
-  * Die Lehrkraft vermittelt eine positive und motivierende emotionale Grundeinstellung gegenüber aktiver Umwelterkundung. 
-  * Die Lehrkraft ermöglicht Umweltexploration auf Grundlage individueller Kompetenzen der Schüler:innen (bspw. Lokomotion und Kontaktmöglichkeit mit Umwelt, Entwicklung und Nutzung von Grob- und Feinmotorik). 
-  * Die Lehrkraft initiiert vielfältige konkrete Sacherfahrungen im Zusammenhang mit integrierten verbalen Beschreibungen und Erklärungen (Realbegegnungen, visuelle Merkmale, Funktionen, Formmerkmale, haptische Charakteristika etc.). 
-  * Die Lehrkraft nutzt geeignete Veranschaulichungsmedien (bspw. passende /adaptierte Modelle, Reliefabbildungen etc.) und berücksichtigt das Prinzip der Exemplarität sowie der didaktischen Reduktion (Umgang mit kritischen Objektmerkmalen wie bspw. fragil, komplex, optisch). 
-  * Die Lehrkraft stellt eine konkrete Terminologie für Begriffe und deren Merkmale zur Verfügung (bspw. präzises Verbalisieren von Wahrnehmungsqualitäten).  
-  * Die Lehrkraft verbalisiert Tast- und Höreindrücke, Gerüche, Geschmackseindrücke etc.  
-  * Die Lehrkraft hebt kriteriale Merkmale eines Begriffes hervor (bspw. Erkundungen am Realobjekt, Analogiebildungen, Begriffsrepräsentanten anbieten, ggf. Lenkung von Exploration). 
-  * Die Lehrkraft berücksichtigt die Hierarchisierung mittels neben- unter- oder übergeordneter Begriffe (bspw. Aufgreifen von Vorwissen, Einordnung in Gesamtzusammenhänge). 
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-++++5.11. Die Lehrkraft berücksichtigt Erkenntnisse zum Lernen bei Blindheit und Sehbehinderung im Kontext komplexer Beeinträchtigung. | 
-**Indikatoren**\\ 
-  * Die Lehrkraft transferiert förderschwerpunktspezifische Qualitätsindikatoren im Bereich Lernen bei Blindheit und Sehbehinderung (bspw. visuelle Wahrnehmungsförderung, visuelle Stimulation, Wahrnehmungsschulung, eigenaktives Lernen, LPF, O+M) auf individuelle Lernausgangslagen im Kontext komplexer Behinderung und macht passende Bildungsangebote. 
-  * Die Lehrkraft integriert spezifische basale Unterrichtskonzepte im Kontext komplexer Behinderung in den eigenen Unterricht (bspw. Basale Kommunikation, basale Stimulation, basale Aktvierung, sensumotorische Kooperation, aktives Lernen, Affolter-Modell, Sensorische Integration). 
-  * Die Lehrkraft nutzt individuelle Kommunikationskanäle (bspw. Unterstützte Kommunikation, taktile Gebärden/Bodysigns/Referenzobjekte) 
-  * Die Lehrkraft setzt u. a. spezifische Diagnostikverfahren (bspw. funktionale Diagnostik, preferential looking Tests, Zuordnungs- und Zeigetests etc.) zur Ableitung individueller Bildungsangebote ein. 
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-===== Literatur ===== 
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-  * Bohl, T. (2014). Qualität und Heterogenität. Vortrag auf der 5. Tübinger Tagung für Schulpädagogik.  
-  * Brandstetter, R. & Burghardt, M. (2008). Individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung. 
-  * Aufgabe und Instrument der Arbeit an Sonderschulen. In: vds, Landesverband 
-  * Baden-Württemberg (Hrsg.): Pädagogische Impulse, 3/2008. 
-  * Fornefeld, B. (2013). Grundwissen Geistigbehindertenpädagogik, München. 
-  * Grünke, M. (2009). Welche Lernfördermethoden sind wirklich hilfreich? Vortrag auf der Jahrestagung der drei Studienseminare in Bad Wildbad vom 14. bis 16. September 2009  
-  * Hattie, J. (2013). Lernen sichtbar machen. Baltmannsweiler: Schneider. 
-  * Helmke, A. (2015). Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Diagnose, Evaluation und Verbesserung des Unterrichts. Velber: Kallmeyer. 
-  * Heymann, H.-W. (2015). Warum sollte Unterricht „kognitiv aktivieren“? In: Pädagogik. Heft 5/2015. Weinheim: Beltz. 
-  * Kleickmann, T. (2012). Kognitiv abstrahieren und inhaltlich strukturieren im naturwissenschaftlichen Sachunterricht. Kiel: Sinus an Grundschulen  
-  * Kuhl, J./Euker, N. (2016). Evidenzbasierte Diagnostik und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit intellektueller Beeinträchtigung. Bern 2016  
-  * Meyer, H. (2008). Was ist guter Unterricht? Berlin: Cornelsen-Verlag. 
-  * Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (2022): Bildungsplan für Schülerinnen und Schüler mit Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. 
-  * Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (2021). Unterrichtsfeedbackbogen Tiefenstrukturen.  
-  * Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (2021). Beobachtungsmanual zum Unterrichtsfeedbackbogen Tiefenstrukturen.  
-  * Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (2022). Grundlagen für einen wirksamen Unterricht. Wirksamer Unterricht Band 1. https://ibbw-bw.de/,Lde/Startseite/Empirische-Bildungsforschung/Publikationsreihe-Wirksamer-Unterricht 
-  * Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (2022). Kognitive Aktivierung im Unterricht. Wirksamer Unterricht Band 2. https://ibbw-bw.de/,Lde/Startseite/Empirische-Bildungsforschung/Publikationsreihe-Wirksamer-Unterricht 
-  * Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (2022). Konstruktive Unterstützung im Unterricht. Wirksamer Unterricht Band 3. https://ibbw-bw.de/,Lde/Startseite/Empirische-Bildungsforschung/Publikationsreihe-Wirksamer-Unterricht 
-  * Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (2022). Kooperatives Lernen im Unterricht. Wirksamer Unterricht Band 4. https://ibbw-bw.de/,Lde/Startseite/Empirische-Bildungsforschung/Publikationsreihe-Wirksamer-Unterricht 
-  * Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (2022). Formatives Feedback im Unterricht. Wirksamer Unterricht Band 5. https://ibbw-bw.de/,Lde/Startseite/Empirische-Bildungsforschung/Publikationsreihe-Wirksamer-Unterricht 
-  * Sarimski, K. (2007). Gedächtnis, Gedächtnisprozesse. In: Theunissen, Georg, Kulig, Wolfgang, Schirbort, Kerstin (Hrsg.) (2007): Handlexikon Geistige Behinderung, Stuttgart 2007, 131f  
-  * Sarimski, K. (2007). Intelligenz. In: Theunissen, Georg, Kulig, Wolfgang, Schirbort, Kerstin (Hrsg.) (2007): Handlexikon Geistige Behinderung, Stuttgart 2007, 178f  
-  * Speck, O. (2007). Geistigbehindertenpädagogik und Geistige Behinderung. In: Theunissen, Georg, Kulig, Wolfgang, Schirbort, Kerstin (Hrsg.) (2007): Handlexikon Geistige Behinderung, Stuttgart 2007, 134ff  
-  * Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Freiburg, Abteilung Sonderpädagogik (2022). Qualitätsrahmen Unterricht. Version vom 01.01.2022. 
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